Schreibrausch

Warendorfer Autorengruppe

Schlagwort-Archiv: Münsterland

world wide web: www.kulturkontakt-westfalen.de

Immer mal wieder entdecke ich im unendlichen world wide web interessante Seiten, die ich in unregelmäßigen Abständen hier vorstellen möchte.

www.kulturkontakt-westfalen.de

Hier findet Ihr alles über Kulturprojekte und Förderungsmöglichkeiten in NRW. Besonders interesant ist die neue Kulturentwicklungsplanung für NRW!

Aufmerksam möchte ich Euch auf das Literaturland Westfalen (ab September 2012 im Internet) machen. Bei diesem speziell geförderten Projekt können neben etablierten Autoren, Kulturbüros, Verlagen und Institutionen auch Einzelpersonen und kleinere Kulturanbieter mitmachen. Vielleicht sind wir mit unseren Lesungen dabei….

literaturland westfalen

In einer Pressemitteilung 1/2011 des Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V., Dr. Herbert Knorr vom 13. Oktober 2011 heißt es: „literaturland westfalen stellt sich vor… Bereits 40 literarische Akteure in Westfalen haben sich unter der Federführung des Westfälischen Literaturbüros in Unna e. V. zum Netzwerk literaturland westfalen zusammengeschlossen. Gefördert wird das Projekt von der LWL-Kulturstiftung. „Ziel des Netzwerkprojektes literaturland westfalen ist es, die Zusammenarbeit unter den Literaturschaffenden in Westfalen zu fördern, gleichzeitig aber auch die Vielfalt und Qualität des literarischen Lebens der Region mit einem gemeinsamen Marketing und einem gemeinsamen westfalenweiten Literaturfestival nachhaltig in der Öffentlichkeit zu verankern“, so Dr. Herbert Knorr, Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna e.V. bei der Vorstellung des Projekts am Donnerstag (13. Oktober 2011). … Höhepunkt des Projektes ist das Literaturfestival, das von September 2012 an ein Jahr lang die vielfältigen literarischen Seiten Westfalens präsentiert. …. Kommunen und Privatpersonen, Verlage, Universitäten und literarische Gesellschaften, große Akteure wie der Verband deutscher Schriftsteller, das Museum für Westfälische Literatur und die LWL-Literaturkommission, aber auch kleine Perlen wie das Deutsche Aphorismus Archiv in Hattingen: Sie alle bilden schon jetzt eine lebendige und abwechslungsreiche literarisch-kulturelle Landschaft.“  …

NANOWRIMO 2011: 50.000 Wörter in 30 Tagen geschrieben

Warendorf. „38000 Wörter habe ich darauf hin geschrieben meine dritte Hauptfigur einzuführen, und jetzt hatte die keine Lust irgend etwas zu machen,“ ärgerte sich Lionera am Montagabend im Warendorfer „Markt 17“. Nur noch drei Tage verblieben bis zum 30. November, dem Ende des internationalen Schreibwettbewerb „National Novel Writing Month“ (nanowrimo), in dem es darum geht, einen Roman, also 50000 Wörter, in 30 Tagen zu schreiben. Aus lauter Frust habe sie, so klagte Christina Böhme (Münster) ihren Mitstreiterinnen Birgit Fabich (Füchtdorf) „Geschichten“, Dagmar Kolb (Warendorf) „Wartharpa“, und „Sunnyinthesnow“ (Everswinkel), zwei Tage gar nicht geschrieben, bis sich ihre Heldin dazu bequemte zu agieren. „Nun ist mindestens 40 Jahre älter als ich dachte, hat einen Namen, den keiner aussprechen kann und will unbedingt Undercover-Agentin sein.“
Charaktere, die machen, was sie wollen, unvermutete Ereignisse, die die ganze literarische Handlung über den Haufen werfen und äußerliche Anforderungen, die die Schreibenden an ihrer Lieblingsbeschäftigung hindern, mit diesen schriftstellerischen Problemen schlagen sich die drei Vorjahressiegerinnen und Neuling „Sunnyinthesnow“, die lieber anonym bleiben möchte, im November herum. „Wenn meine Eltern wüssten, dass ich hier mitmache, gäbe es Ärger,“ erzählte die Schülerin, die sich jeden Montagabend in der Warendorfer Gaststätte austauschte. „Nano kann man nicht erklären,“ war sich das Quartett einig. „Es polarisiert, denn es gibt nichts zu gewinnen. Entweder man macht es oder versteht es nicht.“ Trotz des müden Belächelns, mit dem Familien, Freunde oder Bekannte oftmals reagierten, lassen sich die weltweit mehr als 150 000 Teilnehmer, davon 5653 in Deutschland, nicht beirren: Spaß am Schreiben und der lebhafte Austausch bei realen Treffen und im weltweiten Netz stehen im Vordergrund. „Das Gefühl sich einer Idee zu verschreiben, durchzuhalten und am Ende die „50k“ geknackt zu haben, ist unbeschreiblich.“
Ein Hufeisen, spielt „Sunnyinthesnows“ Roman um eine Reiterin eines geflügelten Pferdes eine entscheidende Rolle, ein Siegel bei Böhme und bei Fabich ein Golfball. „Was wäre, wenn dieser ein Eigenleben entwickelt, sich vergrößert und jemand durch die Hülle tritt, um woanders aufzutauchen oder zu verschwinden,“erklärte Fabich ihre Grundidee. Einen wichtigen Bestandteil ihres jeweiligen Romans symbolisierten die vier mit den mitgebrachten Gegenständen. „Das freundliche Servicepersonal im Markt 17 hat für das Foto gleich etwas Ketchup spendiert,“ lobte Kolb schmunzelnd und tauchte die Spitze des mitgebrachten Messers in die rote Flüssigkeit. Ein Mord in Warendorf ist das Thema des Romans, doch in diesem Jahr ist die Autorin weit im Rückstand. „Ich werde es nicht schaffen,“ so Kolb, die ihren Mitschreiberinnen die Daumen drückte. Am Donnerstag, 1. Dezember leuchtete ein lila Gewinnerzeichen über den Namen „Lionera“ und „Sunnyinthesnow“, die in einem rasanten Endspurt die 50.000 Wörter in 30 Tagen erreichten. Weltweit fabrizierten alle nanowrimos 3.073.723.493 (drei Milliarden dreiundsiebzig Millionen siebenhundertdreiundzwanzigtausend und vierhundertdreiundneunzig)
Wörter.

„Wir machen weiter,“ erklärte die Organisatorin der Münsterländer Gruppe, die sich ab Dezember einmal monatlich zum Überarbeiten ihrer Romane zusammensetzen wird. Das nächste nanowrimo-Schreibtreffen findet am Montag, 12.Dezember 18.30 Uhr im Markt 17 in Warendorf statt. Die Teilnahme ist kostenlos, jeder, der an einem Roman schreibt, kann mitmachen.