Schreibrausch

Warendorfer Autorengruppe

Reich werden mit E-Books?

Schriftsteller werden und mit dem eigenen Buch richtig absahnen? Wer träumt nicht davon. Trotz unzähliger Neuerscheinungen, die genaue Zahl weiß ich im Moment nicht, aber es sind wohl mehrere Hunderttausend, die pro Jahr auf den Markt kommen, scheint es allerdings immer schwieriger zu werden, für den Debütroman einen Verlag finden. Und zwar einen, bei dem man als Autor keine Kosten hat, sondern ein angemessenes Honorar erhält.

Endlich bieten die technischen Möglichkeiten des Internets einen Alternative. Doch ist wirklich alles so einfach, wie angepriesen? Welche Tücken und Fallstricke gibt es, worauf muss ich als Autor achten?

Zu diesem Thema hat der WDR in seiner Sendung „Servicezeit“ ein Experiment gewagt. Lest selbst.

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2 Antworten zu “Reich werden mit E-Books?

  1. Leo 12. März 2012 um 21:29

    Ja, die Sache mit den E-Books. Ich stehe den Teilen ja nach wie vor sehr zwiegespalten gegenüber, aber man kann nicht einfach als Möglichkeit der Veröffentlichung über sie hinwegsehen. In Amerika funktioniert es, allerdings glaube ich zum einen, dass die Verbreitung und Akzeptanz von E-Books in Deutschland noch längst nicht vergleichbar ist, zum anderen hat Amerika den Vorteil, dass der englischsprachige Raum und damit der Markt für muttersprachliche Autoren wesentlich größer ist, was sich ja nicht nur bei elektronischen Büchern auf die Erfolgschancen auswirkt. Ein Titel, der auf eine eher beschränkte Zielgruppe ausgerichtet ist, erreicht dort immer noch Verkaufszahlen, die in Deutschland in kleineren bis mittleren Verlagen schon ein großer Erfolg wäre, das heißt, das Risiko für die Verlage bei unbekannten Autoren oder ungewöhnlichen Stoffen ist kleiner.
    Genau da liegt nun der Vorteil beim E-Book; da keine Druckkosten anfallen, ist aus finanzieller Sicht kein Risiko mehr gegeben. Dadurch wird aber nicht das Problem aufgehoben, dass ja irgendjemand das Werk lesen soll; man ist also ganz viel auf Selbstvermarktung über soziale Netzwerke und ähnliche moderne Mittel angewiesen, und solange der Markt nicht groß genug ist kann man sich auf den Kopf stellen und wird trotzdem nicht viele Leser erreichen. Es gilt also, zu beobachten und zu kalkulieren – ich habe auch nicht genug Überblick, dass ich die heutigen Chancen eines E-Book-Titels ansatzweise einschätzen könnte.

    • wartharpa 18. März 2012 um 17:01

      Hi Leo,
      ich denke auch, dass das Ebook in Deutschland noch eine ganze Zeit brauchen wird, bis es sich wirklich für eine breite Masse im Markt etabliert. Außerdem darf man, abgesehen zu all den Faktoren, die Du schon nennst und die ich genauso sehe, nicht vergessen, dass die meisten Neuerscheinungen in Deutschland nur Übersetzungen von Bestsellern aus den USA, GB, etc sind. Die in D neuerscheinenden originalsprachiger Bücher sind sicher viel weniger als die Masse, die auf den Buchmessen vorgestellt wird.
      Mal abgesehen von Kinderbüchern ist es also viel schwieriger als unbekannter Autor einen Verlag zu finden. Bringt ein Autor seinen Roman selbst heraus, muss er ihn selbst vermarkten, es sei denn er bezahlt den Verlag (BOD oder andere) zusätzlich selbst für die Vermarktung.
      Wie schwierig und zeitaufwändig es ist, selbst das Marketing zu betreiben, kann man auch am Schreibrausch und an diesem Blog sehen. Es muss immer eine in der Öffentlichkeit sichtbare Präsenz geschaffen werden. Offline durch konstante Pressearbeit, Werbung und Veranstaltungen (Lesungen, Autorencafe). ein Blog muss ständig aktualisiert, im Netz verlinkt werden. Recherchieren, schreiben, fotografieren und allen Leuten von seinem Produkt erzählen, erfordert so viel, dass die meisten Autoren, die auch noch einen „Brotberuf“ haben, damit völlig überfordert sind. Sowohl von der Zeit als auch vom Fachlichen her. Wenn man sich nicht selbst gleichzeitig um den Lebensunterhalt kümmern muss,mag es einfacher sein.

      Wer überlegt sein Buch selbst zu vermarkten, sollte sich darüber klar sein. Nichtsdestotrotz bin ich für das Ebook! Es bietet für die meisten, die einzige Möglichkeit ein breiteres Publikum zu erreichen. Ob man dadurch reich wird, hängt sicher auch von der Qualität des Stoffes ab. Im Moment gibt es so viele Verwerfungen auf dem BuchMarkt, dass m. E. die Chancen für einen schnellen Erfolg des Ebooks relativ gering sind. Sofern ein jugendliches webaffines Publikum angesprochen wird, vielleicht etwas höher…

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